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Gleichförmige Kreisbewegung

Betrachtet wird ein Massenpunkt, der eine stets senkrecht zu seiner Geschwindigkeit v⇀ gerichtete Beschleunigung erfährt, deren Betrag sich nicht ändert. Weil diese Beschleunigung den Massenpunkt auf eine Kreisbahn zwingt, auf deren Zentrum sie gerichtet ist, wird sie als Zentripetalbeschleunigung a⇀zp bezeichnet. Da a⇀zp keine Komponente in Richtung von v⇀ besitzt, ändert sich der – als Bahngeschwindigkeit bezeichnete – Betrag der Geschwindigkeit nicht. Man bezeichnet eine solche Kreisbewegung als gleichförmige Kreisbewegung. Das Koordinatensystem wird einfachheitshalber so gewählt, dass die Kreisbahn in der x-y-Ebene liegt und sich das Zentrum der Kreisbahn im Koordinatenursprung befindet.

Neben der Bahngeschwindigkeit v=|v⇀| und dem Betrag azp=|a⇀zp| der Zentripetalbeschleunigung gibt es weitere charakteristische Größen einer gleichförmigen Kreisbewegung, die im Folgenden genauer untersucht werden können.

Bahnradius

Der Bahnradius r errechnet sich wie folgt aus der Bahngeschwindigkeit v und dem Betrag azp der Zentripetalbeschleunigung:

r=v2azp.

Umlaufdauer und -frequenz

Der Massenpunkt legt vom Beobachtungsbeginn (Zeitpunkt t0=0) bis zu einem späteren Zeitpunkt t1 die Wegstrecke s⁡(t1)=v⋅t1 zurück. Wärhend eines vollständigen Umlaufs legt er als Wegstrecke den Kreisumfang zurück. Bezeichnet T die Umlaufdauer, so ist also s⁡(T)=v⋅T=2π⋅r und damit

T=2π⋅rv=2π⋅vazp.

Die Umlauffrequenz f ist der Quotient aus der Anzahl der Umläufe und dem zugehörigen Zeitintervall. Weil während der Umlaufdauer genau ein Umlauf stattfindet, ist die Umlauffrequenz gleich dem Kehrwert der Umlaufdauer:

f=1T=azp2π⋅v.

Winkelgeschwindigkeit

Der zwischen der x-Achse und dem Ortsvektor r⇀ des Massenpunkts gemessene Drehwinkel φ ändert sich mit der konstanten Winkelgeschwindigkeit¹ ω⇀ vom Betrag

ω=2πT=azpv.

Besitzt φ zu Beobachtungsbeginn den Anfangswert φ0, so gilt zu einem späteren Zeitpunkt t1 folglich:

φ⁡(t1)=φ0+ω⋅t1=φ0+azpv⋅t1.

Simulation

Anhand der folgenden Simulation können Sie untersuchen, wie Bahnradius, Umlaufdauer, Umlauffrequenz und Winkelgeschwindigkeit von der Bahngeschwindigkeit und dem Betrag der Zentripetalbeschleunigung abhängen.

Animation:  
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Fußnoten

  1. Bei der Winkelgeschwindigkeit ω⇀ handelt es sich um einen Vektor, der bei zunehmendem Drehwinkel in die Richtung der z-Achse und bei abnehmendem Drehwinkel in die entgegengesetzte Richtung der z-Achse zeigt. Der Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit v⇀ des Massenpunkts, der Winkelgeschwindigkeit ω⇀ und dem Ortsvektor r⇀ des Massenpunkts lautet: v⇀=ω⇀×r⇀.